Allgemeine Geschäftsbedingungen

 

  1. Erlebnisflüge:

 

1. Mit Erwerb eines Erlebnisflugtickets erhält der Fluggast den Anspruch auf eine einmalige Beförderung mit einem UL-Luftfahrzeug des Auftragnehmers mit der entsprechend gebuchten Flugdauer. Sollten Gründe, die nicht in der Verantwortung des Piloten liegen, eine kürzere Flugzeit bedingen, so gilt der Flug ab 75% der gebuchten Flugdauer als vertragsmäßig durchgeführt. 

 

2. Die Bezahlung hat spätestens bei Ausgabe des Flugtickets zu erfolgen.

 

3. Sollte der Fluggast gesundheitliche Probleme haben, die eine sichere Durchführung des Fluges gefährden, ist er verpflichtet, dieses vor Antritt des Fluges dem Piloten mitzuteilen. Besonders bei Problemen im Bereich Herz, Kreislauf und Lunge (z.B.: Asthma) etc. sollte der Fluggast vorher einen Arzt fragen, ob er einem Erlebnisflug im UL-Luftfahrzeug zustimmt und als risikolos bewertet. Das gesundheitliche Risiko obliegt dem Fluggast. Für eventuelle Zwischenfälle beim Fluggast, aus gesundheitlichen Gründen, übernimmt der Veranstalter keine Haftung. Der Pilot behält sich das Recht vor, den Erlebnisflug aus Sicherheitsgründen nicht durchzuführen, sollte er den Fluggast dafür nicht als geeignet halten. Für diesen Fall ist das Ticket gebührenfrei auf eine andere Person übertragbar. Hat der Fluggast die Untauglichkeit z. B. durch Alkoholgenuss selbst verschuldet, so gilt der Flug als durchgeführt.

 

4. Der Fluggast hat sich unbedingt an die Anweisungen des Piloten zu halten. Für Beschädigungen am UL-Luftfahrzeug, die auf ein auch nur leicht fahrlässiges Verschulden des Fluggastes zurückzuführen ist haftet der Fluggast in vollem Umfang. 

 

5. Eine Haftung für Foto- und Filmgeräte, Brillen ect. wird nicht übernommen. Bei der Mitnahme ist der Fluggast selbst für die sichere Verwahrung während des gesamten Fluges verantwortlich. 

 

6. Kann der Fluggast aus wichtigen und nachvollziehbaren Gründen den Erlebnisflug zum ausgemachten Termin nicht wahrnehmen, ist er verpflichtet, dieses dem Auftragnehmer mindestens 48 Stunden vorher anzuzeigen. Es kann dann ein neuer Termin vereinbart werden. Sollte ein Fluggast zum ausgemachten

Termin nicht erscheinen, liegt es im Ermessen des Autragnehmers, ob der Gutschein verfällt oder ein neuer Termin vereinbart wird.

 

7.  Eine Erstattung des erworbenen Gutscheines (Tickets) ist nicht möglich. 

 

8. Sollte der Erlebnisflug seitens des Auftragnehmers nicht stattfinden können, so wird der Fluggast in geeigneter Form informiert. Auch bei nicht geeignetem Wetter oder sonstigen Einflüssen, die eine sichere Flugdurchführung gefährden, kann der Pilot den Flug kurzfristig absagen. In diesen Fällen wird der 

Erlebnisflugtermin nach Absprache mit dem  Fluggast auf einen anderen Tag verlegt. 

 

9. Der Gutschein (Ticket) ist 12 Monate gültig.

 

 

B. Flugschule:

 

10. Inhalte der Ausbildung und Ausbildungsziel:

Vermittelt wird eine Ausbildung nach Maßgabe der durch Gesetz oder Verordnung erforderlichen Ausbildungsprogramme in Theorie und Praxis. Die Gestaltung des Ausbildungsprogramms obliegt allein der Flugschule. Die Lehrgänge werden von ausgebildeten, erfahrenen und staatlich geprüften Flugleitern bzw. Fluglehrern geleitet.

 

11. Pflichten des Flugschülers:

Der Flugschüler ist verpflichtet, alle durch Gesetz und Verordnung vorgeschriebenen Regeln, sowie Anordnungen und Einzelanweisungen des Ausbildungspersonals gewissenhaft und unverzüglich zu befolgen. Sollte der Teilnehmer diesen Regeln, Anordnungen und Einzelanweisungen nicht unverzüglich nachkommen, kann der Kursteilnehmer sofort von der weiteren Teilnahme ausgeschlossen werden. Stellt ein Fluglehrer fest, dass ein Teilnehmer physisch oder psychisch nicht zum Fliegen geeignet ist, kann er diesen vom weiteren Verlauf des Kurses ausschließen. 

Bei groben Verstößen gegen Sicherheitsbestimmungen (z.B.: Alkoholgenuss) erfolgt im Regelfall ein sofortiger Ausschluss. Eine Rückerstattung der Kursgebühr erfolgt in einem solchen Fall nicht. 

 

12. Eigungsvoraussetzungen zur Teilnahme:

Das Mindestalter für Kursteilnehmer beträgt 16 Jahre. Minderjährige benötigen zur Teilnahme an der Ausbildung die schriftlichen Einwilligung der Erziehungsberechtigten. Geistige und körperliche Eignung und Gesundheit sind Voraussetzungen für die Teilnahme.

 

13. Ausbildungsmaterial der Flugschule und Haftung des Schülers:

Der Flugschüler verpflichtet sich, das von der Flugschule in Anspruch genommene Ausbildungsmaterial sorgsam zu behandeln und es in ordnungsgemäßem Zustand zurückzugeben. Andernfalls werden die Kosten für die Neubeschaffung berechnet. Die Ausbildungsmaterialien verbleiben im Flugschulbetrieb und dürfen nur gegen Unterschrift des betreuenden Fluglehrers oder eines sonstigen Beauftragten der Flugschule mitgenommen werden. Für die von der Flugschule eingesetzten Geräte besteht eine Haftpflichtversicherung in der gesetzlich vorgeschriebenen Höhe, die für Schäden an Dritten aufkommt. Falls während der Schulung Schäden an den Fluggeräten durch unsachgemäßes oder regelwidriges Verhalten des Schülers entstehen, so sind diese vom Schüler zu tragen. Der Schüler nimmt zur Kenntnis, dass Verstöße gegen durch Gesetz oder Verordnung vorgeschriebene Regeln nach Straf- oder Ordnungswidrigkeitsvorschriften verfolgt werden können.  

 

14. Anmeldung und Vertragsabschluss:

Die Anmeldung zum Kurs/Ausbildung kann schriftlich per E-Mail oder per Fax erfolgen. Mit der Anmeldung wird die Zahlung des gebuchten Kurses fällig. Erst mit Eingang der Zahlung kommt es zum Vertragsabschluss, und es kann eine Platzreservierung im Kurs erfolgen. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Zahlungseinganges berücksichtigt. Kann die Flugschule einen Antragsteller nicht annehmen, so wird der gesamte eingezahlte Betrag erstattet. Zahlungen erfolgen nur in Euro. Wird das Kursprogramm der Flugschule nach Beginn des Kurses während eines Zeitraumes von 12 Monaten nicht in Anspruch genommen, verfällt der Anspruch auf Weiterschulung, und das Ausbildungsverhältnis erlischt. Bereits geleistete Zahlungen werden nicht erstattet. Dies gilt nicht, wenn der Schüler eine anders lautende schriftliche Vereinbarung mit der Flugschule getroffen hat. 

 

15. Kursgebühren:

Die Kurs- bzw. Ausbildungsgebühren richten sich nach der Ausschreibung im aktuellen Programm und aktueller Preisliste oder werden im Falle der Sportpilotenausbildung individuell für jeden Flugschüler ausgerechnet. Scheidet ein Kursteilnehmer aus persönlichen Gründen während der Ausbildung aus, bestehen keine Ansprüche auf Erstattung der Kursgebühren. Bei vorzeitiger Kündigung wird eine Aufwandspauschale von 200 € berechnet.

Nach der Beendigung der erforderlichen Ausbildungsflüge oder nach dem Kursabschluss werden Kurswiederholungen und weitere Ausbildungsflüge extra berechnet. Grundsätzlich werden die Flugstunden minutengenau nach dem Betriebsstundenzähler berechnet. Zu dieser so 

errechneten Zeit kommen pro Flug (nicht pro Stunde) 10 Minuten Aufwandspauschale hinzu. Diese Pauschale beinhaltet Zuschläge für zusätzliche Zeiten des Fluglehrers und Messungenauigkeiten. Das zusammen ergibt die Abrechnungszeit. Diese kann als Blockzeit eingetragen werden und gilt als Ausbildungszeit, entspricht aber nicht der Definition der Blockzeit nach JAR-FCL. Zu den Kosten der Ausbildungsflüge kommen noch die Landegebühren, die in EDLD 6 € betragen.

Andere Flugplätze mit höheren Gebühren werden gesondert abgerechnet. Die Abrechnung erfolgt zum Monatsende. Der Schüler hat für ein ausreichendes Guthaben zu sorgen. Schulmaterial kann über uns gekauft werden und wird dann ebenfalls gesondert in der Rechnung ausgewiesen. 

 

16. Kündigung durch den Flugschüler:

Der Ausbildungsvertrag und die Anmeldung können bis 14 Tage vor Kursbeginn jederzeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. Erscheint der Schüler ohne Angabe von Gründen nicht zum Kurs, wird das als Kündiung betrachtet, und die eingezahlten Gebühren werden einbehalten. Dies gilt nicht, wenn der Flugschüler sein Fehlen nachweislich nicht verschuldet hat und eine Fortsetzung des Kurses wünscht.

Im Übrigen ist die Kündigung schriftlich per Einschreiben zu erklären. 

 

17. Kündigung durch die Flugschule:

Der Ausbildungsvertrag kann durch die Flugschule ohne Einhaltung einer Frist gekündigt werden, wenn der Schüler gegen Anordnungen und Einzelanweisungen des Ausbildungspersonals vorsätzlich oder grob fahrlässig verstößt, wenn er gegen luftrechtliche Vorschriften vorsätzlich oder grob fahrlässig verstößt, oder wenn sich sonst Gründe aus der Person des Flugschülers ergeben, die eine Fortsetzung der Ausbildung für die Flugschule unzumutbar machen.

 

18. Versicherung des Flugschülers:

Jeder Schüler nimmt auf eigene Gefahr und Verantwortung am Kurs bzw. an der Ausbildung (Theorie und Praxis) teil. Scheidet ein Schüler ohne schuldhaftes Zutun der Flugschule aufgrund einer Verletzung während der Ausbildung aus, bestehen keine Ansprüche auf Erstattung der Kursgegebühr. Dem Schüler wird empfohlen, eine Unfall-, Bergungskosten- und Haft-

pflichtversicherung abzuschließen. Bei einer vom Schüler abgeschlossenen Lebensversicherung ist das Versicherungsinstitut über den Beginn der Ausbildung zu informieren.  

 

19. Haftung der Flugschule:

Die Flugschule haftet nach Maßgabe der Vorschriften des Luftverkehrsrechts, im Übrigen nur für Schäden, die auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit ihrer Mitarbeiter und Beauftragten zurückzuführen sind. Jede weitere Haftung ist ausgeschlossen.

 

20. Termine:

Die Flugschule setzt gemäß dem Ausbildungsplan Termine für den praktischen und theoretischen Unterricht fest. Sie ist zwar verpflichtet, die vereinbarten Termine einzuhalten, kann aber insbesondere in der praktischen Ausbildung den genauen Zeitablauf wegen wetterbedingter oder technischer Gründe nicht garantieren. Bei kurzfristigem Ausfall eines Lehrers z.B. wegen Krankheit besteht kein Anspruch auf sofortigen Ersatz oder ein Schadensersatzanspruch.

 

21. Ort oder Wetterverhältnisse:  

Die Flugschule ist verpflichtet, im Rahmen der ihnen gegebenen Möglichkeiten den Flugschüler rechtzeitig über die Abweichungen zu informieren. Der Flugschule bleibt es durch den Fluglehrer überlassen, den Ort der Ausführung des praktischen Unterrichts unter Berücksichtigung der Wetterverhältnisse und der technischen Bedingungen zu bestimmen. Entsprechende Abweichungen von der vorherigen Ankündigungen bleiben vorbehalten. Sollte es witterungsbedingt oder aus technischen Gründen während der Schulung zu Terminverschiebungen kommen, ergeben sich daraus weder ein besonderes Kündigungs- oder Rücktrittsrecht vom Vertrag noch Schadensersatzansprüche des Schüler. Es ist in dem Falle zu einem anderen Termin innerhalb von 12 Monaten weiter zu schulen. Der Flugschüler ist dazu verpflichtet, mit dem zugewiesenen Fluglehrer vor jeder praktischen Schulung telefonisch Kontakt aufzunehmen und abzuklären, ob bei der aktuellen Wettersituation die Schulung stattfinden kann oder nicht.

 

22. Alle Beteiligten verzichten auf Ansprüche, die Ihnen gegenüber dem airflugsportclubs daraus entstehen können, dass sie anlässlich ihrer Beteiligung am Luftsport, sei es am Boden oder in der Luft, Unfälle oder sonstige Nachteile erleiden. Dieser Verzicht gilt, egal aus welchem Rechtsgrund Ansprüche gestellt werden können. 

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